Gedanken/ Glücklich sein

Persönliche Weiterentwicklung: Warum deine Meinung wichtig ist

„Kein Problem, so ist es auch okay.“, „Ja, klar, können wir machen.“, „Ja sicher, das passt auch so.“ – Das sind Sätze, die wir im Alltag sicher alle ab und zu verwenden. Doch was bedeutet es, die Bedürfnisse und die Wünsche anderer zu erfüllen. Wie wichtig ist es, die eigene Meinung außen vor zu lassen?

Durch meine Arbeit im Gastgewerbe bin ich eine Dienstleisterin. Ich leiste meine Dienste und erziele (im besten Fall) die Zufriedenheit unserer Kunden. Ich möchte, dass sie gerne wieder kommen, um glücklich zurück in ihren Alltag zu finden. Um das zu erreichen, muss man sich selbst manchmal zurücksetzen. Doch was bedeutet es, seine Bedürfnisse hinten anzustellen?! Muss das wirklich immer sein? Gibt es Grenzen? Wie sieht das im Privatleben aus?

Wie es sich anfühlt, seine Meinung runterzuschlucken?

Darüber könnte ich ein Lied singen. Eine Meinung habe ich zu allem und jedem, doch oft schlucke ich sie hinunter. Entweder, weil ich gehemmt bin zu meiner Meinung zu stehen oder aus Angst, dass sie nicht angenommen wird. Oder aber ich gehe davon aus, dass meine Meinung eh nicht so viel zählt. Doch umso länger ich vorspiele, jemand zu sein, der ich nicht bin, umso größer wird der Kloß in meinem Hals. Mit jedem Mal fällt es mir schwerer, nicht laut rauszuschreien, was ich mir wirklich denke.

Nach einer gewissen Zeit fühlt es sich vollkommen normal an, seine Meinung nicht zu vertreten und schleichend kommt eine Veränderung. Das bringt dich am Ende nicht weiter, sondern du entfernst dich immer mehr von dir selbst. Daher ist Selbst-Reflexion wichtig, um aus dieser Spirale auszurbrechen.

Degradiere ich mich selbst, bin ich nicht authentisch. Freunde, die mich kennen, wissen natürlich, wie ich ticke und kommen aufgrund meines Wesens zu mir. Und nicht, weil ich zu allem „Ja“ und „Amen“ sage. Sie wollen meine Meinung wissen. Natürlich gibt es Situationen, wo man feinfühlig vorgehen sollte oder nicht jeden seiner Gedanken aussprechen kann. Doch um diese Situationen geht es nicht. Es geht darum, seine Meinung zu erkennen, zu verwerten und zu ihr zu stehen.

Warum ist meine Meinung wichtig?

Entscheidungsunfreudig. Würde ich meine aktuelle Lage beschreiben. Egal, ob in meinem 21-h-Job als Mitarbeiterin eines vegetarischen Bistros. Oder in alltäglichen Situationen mit Freunden, Familie oder meinem Partner. Es fällt mir leicht die Bedürfnisse anderer zu erkennen, doch wieso nur ist es so schwer geworden, zu wissen, was ich will?? Vor zwei Tagen erkannte ich, dass ich im Kontakt mit anderen, ihre Bedürfnisse vor meine eigenen stelle. Ich möchte Menschen in meiner Umgebung glücklich machen. Damit ist jetzt Schluss!

Ich meine nicht, dass ich aufhöre einfühlsam oder empathisch anderen gegenüber zu sein. Ich bleibe nach wie vor die gute Freundin, die ein Ohr für Probleme hat. Die gerne zuhört und Ratschläge gibt. Die gerne etwas unternimmt, das sich das Gegenüber wünscht. Doch was sich nun verändert, ist, ich stelle meine eigenen Bedürfnisse auf dieselbe Stufe wie die der anderen. Gleichwertig quasi.

Zwischen zwei Freundinnen entscheide ich nicht, beide sind mir wichtig. Und so sehe ich das auch für mich. Solange es mir gut geht, kann ich auch für andere da sein. Denn wie bereits erwähnt, umso mehr ich mich anpasse oder funktioniere, wie von mir erwartet wird, umso mehr verliere ich mich. Also denkt auch mal an euch.

In diesem Sinne, macht es euch fein, steht zu euch & habt eine schöne Woche.

Alles Liebe,

Miriam

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